Etappenfahrt Hamburg-Berlin, ein Reisebericht

Etappenfahrt Hamburg-Berlin, 03.07.2026-05.07.2026

Viele kennen ja das Mannschaftszeitfahren Hamburg-Berlin im Oktober. Im letzten Jahr war 25. jähriges Jubiläum. Krankheitsbedingt leider ohne mich. Für mich war viele Monate Feierabend mit Radfahren. Wir haben ja seit vielen Jahren mit Benno, Jörg, Thorsten, Michael und mir ein festes Team für das Zeitfahren. Das war schon sehr bitter, nicht dabei sein zu können.

Wir hatten nun aber die Idee, die Tour jetzt im Sommer zu fahren. In 2 Etappen, mit einer Übernachtung in Wittenberge und ohne Zeitfahrdruck. Zunächst hatten wir mit Michael, Benno und mir zu Dritt geplant. Meinolf hat sich uns angeschlossen und so viel unser Bus mit Andrea, als Transportmittel für die Rückfahrt aus. Das von uns so geschätzte kulturelle Programm viel leider auch aus, denn wir mussten sehen, dass wir Sonntag einen passenden Zug bekommen.

Erste Etappe, Hamburg-Wittenberge: Ich habe meinen neuen Renner als Packesel umfunktioniert und damit morgens Meinolf abgeholt.

Erst Meinolf abholen, dann zu Benno! Foto: S. Rosenfeld

Wir sind zu Maria und Benno geradelt. Die haben uns vor dem Start noch zum Frühstück eingeladen. Vielen Dank noch einmal! Der Plan sah vor, um

10:00 Uhr zu starten und bis Dömitz durchzufahren um dort beim Bäcker eine Pause einzulegen. Danach in einem Stück durch bis Wittenberge. Hat alles geklappt. Wir hatten die ganze Zeit heftigen Schiebewind. Daher lief es wie geschmiert. So locker und mit so hoher Geschwindigkeit sind wir die Strecke noch nie gefahren. Wetter hat gepasst, meistens bedeckt, aber immer trocken.                                                                   

 

 

 

 

                                                                          Pause in Dömitz beim Bäcker. Foto: M. Nassauer

 

 

Elberadweg bei Lenzen Foto: B. Ernst

 

 

 

 

Die Unterkunft in Wittenberge war für uns mit 4 modern eingerichteten Einzelzimmern ideal, obwohl es nicht ganz so einfach war ins Haus und in die Zimmer zu kommen. Es waren viele Codes einzugeben! Foto: B. Ernst

 

Zweite Etappe, Wittenberge-Berlin: Es war wieder bedeckt und sah den ganzen Tag nach Regen aus. Ist trocken geblieben. Leider war der Wind nicht mehr so stark, obwohl er immer noch von hinten kam, Schade! Die Strecke führte uns durch Rhinow und Stölln. Hier hatte Otto Lilienthal seine Flugversuche unternommen. Und noch zu DDR-Zeiten hat Interflug Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach mit seiner Crew eine IL62, auf einer notdürftig planierten Wiese, heil gelandet. Dieses Flugzeug steht seitdem auf dem Gollnberg in Stölln und kann besichtigt werden. Also das wollten wir uns unbedingt ansehen, da direkt an unserer Strecke gelegen.

Foto: Vorsitzender des Vereins IL62

Den weiteren Verlauf der Strecke kennen wir fast auswendig. In Bienenfarm sind wir rechts abgebogen, um eine neue Strecke auszuprobieren. Abseits der elenden Landstraße. Das war super Klasse! Eine Verlängerung des Radweges nach Nauen. Ab Nauen diesmal wieder über Falkensee, um direkt nach Spandau zu kommen. Von Falkensee führt ein kombinierter Fuß/Radweg direkt zum Bahnhof Spandau. Bis kurz vor dem Bahnhof fährt man durch Seen, Wald und Wiesen. Herrlich! Kaum im Hotel angekommen, fing es heftig an zu regnen. Glück gehabt!

Unser „Spiegelturm-Hotel“ in Spandau hatte sich als echter Glücksfall herausgestellt. Mangels abschließbarer Radkeller durften wir die Räder mit aufs Zimmer nehmen. Alles sehr unkompliziert.

Hier sind Radfahrer willkommen!

Der Hit ist der Frühstücksraum im 16. Stock mit einem atemberaubenden Blick auf den Wannsee, den Teufelsberg und das Olympiastadium. Bei der nächsten Tour „Hamburg-Berlin im Sommer“ werden wir einen Tag länger bleiben und zum Teufelsberg wandern, sozusagen als kulturelles Programm.

 

 

 

 

 

 

Foto: B. Ernst

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